Begleitvorhaben des Förderprogramms „Strukturförderung“ des BAMF

Heute, 26.05.2018 in Hannover:
Auftaktgespräch und Kennenlernen mit Frau
Maya Ivanova von Kienbaum Consultants International GmbH im Rahmen des
„Begleitvorhaben des Förderprogramms „Strukturförderung“ des BAMF.
Im Rahmen des Projekts soll eine bessere Vernetzung und Professionalisierung von afrikanischen Vereinen erreicht werden.

Bilder: Frau Ivanova mit Moctar Kamara, Vorsitzender des Zentralrates der afrikanischen Gemeinde in Deutschland und Aliou Sangaré, Generalsekretär und Projektleiter

COVID-19: Alltagsrassismus kennt kein Ausübungsverbot!

Briefkopf des ZAGDs

Berlin, 30.04.2020
Korrektur, 18.05.2020

 

Der Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland (ZAGD e.V.) unterstützt die Maßnahmen der Bundesregierung, um die Verbreitung des COVID-19 einzuschränken. Jedoch hat diese Ausnahmesituation viele gesellschaftliche negative Auswirkungen, die den ZAGD e.V., als Vertreter für Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland, beschäftigen. Um die Verbreitung des Virus und seine Folgen einzudämmen, das Wohl der Menschen zu sichern und die medizinische Versorgung weiterhin zu gewährleisten, hat die Bundesregierung die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19, in Form des Kontaktverbotes bzw. durch Ausgangssperren bis zum 3.Mai verlängert.

Obwohl diese Regelungen wichtig sind und Schutz bieten, gefährden diese aber den Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus. In den Medien wird nur noch über COVID-19 berichtet und die Zunahme von rechtsextremistischen Gewalttaten, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rassismus geraten in den Hintergrund. Leider kennt Alltagsrassismus kein Ausübungsverbot!

Menschen afrikanischer Herkunft erfahren tagtäglich Rassismus, aber durch die Covid 19 Maßnahmen, wird rassistisches Verhalten und Handeln vermehrt legitimiert. So verweigerte im März in Werther (NRW) eine Mitarbeiterin der Drogerie Rossmann einer Familie afrikanischer Herkunft den Zugang ins Geschäft angeblich aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19. Während dessen weiße Personen ungehindert und auch nicht im Mindestabstand den Markt betreten durften.

Beunruhigende Nachrichten erhalten wir auch aus China von Menschen afrikanischer Herkunft an denen die Schuld an der Pandemie angeblich zugewiesen wird! Laut Berichte erfahren Menschen afrikanischer Herkunft vermehrt Demütigungen und Gewalt. Außerdem werden weiterhin rassistische Aussagen in den französischen Medien vertretet, so diskutierten in den Nachrichten zwei französische Wissenschaftler unter scheinheilige Begründung die Möglichkeit Impfstoffe in Afrika zu testen. Solche Aussagen sind inakzeptabel und sollten juristisch Bestraft werden!

Es ist nicht zu übersehen, dass die Corona-Krise Dominanzverhalten verstärkt und wir dadurch noch mehr Ausgrenzung und Ungerechtigkeit erfahren müssen. Nicht nur in anderen Länder, sondern auch genau hier in Deutschland. 

Wir fordern Aufklärung und konkrete Taten, damit rassistische Aktionen nicht mehr ohne Konsequenzen vorkommen können und wir verlangen, dass unser Sicherheitsbedürfnis und die Menschenwürde endlich ernst genommen werden!

Der Vorstand des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.

 

UPDATE: Mehrsprachige Informationen zum Corona-Virus zum Ausdrucken und mehr!

https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus

Seit den 1. März veröffentlichen die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, aktuelle mehrsprachige Informationen zum Coronavirus

Eine wichtige Neuerung ist eine Kurzinformation zum Ausdrucken. Diese richtet sich vor allem an Menschen, die weniger online sind und verweist die genaueren Informationen auf der mehrsprachigen Website.  Die ausdruckbare PDF finden sie in 18 Sprachen auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Auf dieser Seite können sie sich auch zu den folgenden Themen informieren: 

·      zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen, Sofort-Hilfe der Bundesregierung für Kleinst-Unternehmen und Solo-Selbständige,

·        zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen,

·        Leitlinien von Bund und Ländern zur Beschränkung sozialer Kontakte,

·        zum mehrsprachigen Telefonhilfe Gewalt gegen Frauen,

·        zu weiteren Maßnahmen der Bundesregierung.

.        zu Gesundheitsfragen

Außerdem veröffentlichen die Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration regelmäßig Beitrage auf deren soziale Medien wie Twitter und Instragam in bis zu 12 Sprachen

Die Integrationsbeauftragten fördern die Informationsplattform Handbook Germany. Diese produziert täglich Videos und Texte mit aktuellen Informationen zu Corona in 7 Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch, Paschto und Türkisch).  Handbook Germany veröffentlicht laufend neue Videos auf Facebook und bietet Informationen auf deren Website in Form von FAQ und auf Twitter unter Handbook Germany.

Bitte achten sie auf die Verbreitung von Fake News und glauben sie nur den Informationen, die von geprüften Quellen kommen. Falsche Aussagen können gemeldet werden. Vertrauen sie und leiten sie nur offizielle und geprüfte Informationen weiter!

Mehrsprachige Infos zum Corona-Virus!

Corona Beitragsbild - inspiriert von Integrationsbeauftragte

DE/FR/ENG

Die Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bieten mehrsprachige Informationen zu Regelungen und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 an! Diese können Sie auf dieser Website finden.

Bald wird es auch ein mehrsprachiges Angebot über die arbeitsrechtlichen Auswirkungen und wirtschaftlichen Maßnahmen geben. Bitte achten sie auf die Verbreitung von Fake News und glauben sie nur den Informationen, die von geprüften Quellen kommen. Falsche Aussagen können gemeldet werden. Vertrauen sie und leiten sie nur offizielle und geprüfte Informationen weiter!

FR

Sur le site du ministère de l’intégration sont mises à votre disposition des informations concernant les règles et le bon comportement à suivre face au Coronavirus SARS-CoV-2.

Prochainement vous y trouverez plus de détails sur les conséquences en lien au droit du travail ainsi que sur les mesures économiques entreprises. Méfiez-vous de la forte propagation de Fake News et ne faites confiance qu’aux informations issues de sources fiables. N’hésitez pas à signalées celles-ci auprès du gouvernement. Partagez et appuyez-vous uniquement sur les communiqués officiels! 

ENG

On the following website, the German  government is providing information in different languages about the rules to follow and the right behavior to adopt in regards to the Coronavirus SARS-CoV-2. 

Soon there will be other multilingual information about the consequences  on industrial law and the economic measures put in place. Please be wary of fake news, only believe information published from verified sources.  You can report any suspicious publication. Refer to and solely share official reports! 

Ehren und Gedenken!

14. Gedenkmarsch
14. Gedenkmarsch zur Erinnerung afrikanischen/schwarzen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und Rassismus! 2020 ©ZAGD

Über 100 Menschen hatten sich anlässlich des 14. Gedenkmarsches zu Ehren der afrikanischen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und Rassismus am 29. Februar 2020 in Berlin versammelt. Organisiert wurde der Marsch auch dieses Jahr wieder durch das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB).

Es gab einige Schlüsselmomente sowie die Niederlage eines Kranzes am Tagungsort der „Kongo-Konferenz“. Dazu wurden verschiedene Reden gehalten die daran erinnerten, dass die Forderung nach Anerkennung der Verbrechen gegen afrikanischen und schwarzen Menschen auch im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung war.

14. Gedenkmarsch zur Erinnerung afrikanischen/schwarzen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und Rassismus! 2020 ©ZAGD

Vielen Dank an das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin für die Gelegenheit, gemeinsam und solidarisch den emanzipatorischen Kampf für Freiheit und Gleichheit Menschen afrikanischer Herkunft  zu würdigen

Am 29.02.2020 – Gedenkmarsch zu ehren der afrikanischen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und Rassismus!

Das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB) schließt mit dem 14. Gedenkmarsch am 29.02.2020 den Black History Month ab. Kommenden Samstag um 11:00 sind Vertreter*innen, Mitglieder*innen, Freunde*innen der Organisation herzlich eingeladen und aufgerufen unsere afrikanischen Vorfahren und Ahnen sowohl wie ihren Widerstand und Kampf gegen Versklavung, Kolonisation, Nazi-Unterdrückung und rassistische Gewalt zu gedenken und würdigen!
Mehr Infos

Am 21.02.2020 – Solidaritätsveranstaltung für Oromo Horn von Afrika Zentrum e.V. (OHAZ)!

Der ZAGD e.V.  weist darauf hin, dass der Oromo Horn von Afrika Zentrum e.V. (OHAZ) eine Solidaritätsveranstaltung für sein Zentrum am 21.02.2020 um 19:00 hält. Mit der Unterstützung von EOTO, African Black Community (ABC) und Afrika-Rat im Rahmen des Black History Months sind Förderer und Unterstützer des Vereins eingeladen an einem lehrreichen Abend teilzunehmen!

WANN?

am 21.02.2020
Einlass um 18:30 
Beginn um 19:00 

WO?

Each One Teach One (EOTO) e.V.
Togostraße 76
13351 Berlin

Die afrikanische Community ist entsetzt, wütend und geschockt! Schüsse auf das Büro des Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby.

Briefkopf des ZAGDs

Berlin, den 22.01.2020

Auf das Büro SPD Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby aus Halle wurde in der Nacht zum 15.01.2020 geschossen. Die Scheibe weist Einschüsse auf. Es ist nicht das erste Mal, dass der Abgeordnete Rassismus erfährt.
Alltagsrassismus und rassistische Übergriffe gehören zu den Lebensrealitäten von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland. Es ist nicht hinzunehmen, dass wir um unser Leben fürchten müssen. Die Regierung muss agieren, es reicht!
Wir fordern die komplette und gründliche Aufklärung des Vorfalles und keine Bagatellisierung der Situation. Wir haben das Recht auf Sicherheit und körperliche Unversehrtheit. Rassistische Übergriffe müssen gezielt strafrechtlich verfolgt werden.
Wir danken Dr. Karamba Diaby für seinen Mut und unterstützen ihn darin, dass er sich nach diesem erneuten Vorfall nicht zurückziehen will aus dem öffentlichen Raum, sondern seine politische Arbeit weiterfortführt.

Der Vorstand des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.