Treffen im Innenministerium bezüglich der « Internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Abstimmung »

Treffen im Innenministerium (am 06.03.2018) bezüglich der « Internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Abstimmung » mit hochrangigen Vertretern des Bundesministeriums für Inneres
Vorstand vom Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland und TANG (The African Network in Germany) haben beschlossen, bezüglich der Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung sehr eng zusammen zu arbeiten.
Die beiden Organisationen wollen auch in allen anderen Bereichen sehr eng kooperieren.

Regional Meeting on the International Decade for People of African Descent, 23-24.11.2017 in Geneva

Yonas Endrias, Stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V. und Koordinator der internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland hat unsere Organisation beim Regional Meeting on the International Decade for People of African Descent, 23-24.11.2017 in Geneva vertreten.
Bild 1: UNO Gebäude in Genf. Bild2: Yonas Endrias. Bild 3 :und 4: Yonas Endrias mit den Vertreten der deutschen Delegation.

PRESSEMITTEILUNG – 1 Jahr „Weltdekade für Menschen Afrikanischer Abstammung“

 in Deutschland: Der Ausschuss für Menschenrechte des Bundestages trifft sich mit VertreterInnen von Organisationen der afrikanischen/Schwarzen Community

22. Juni 2017 – Anlässlich des ersten Jahrestages der deutschen Eröffnung der Weltdekade für Menschen Afrikanischer Abstammung empfängt der Bundestagsausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe heute VertreterInnen der afrikanischen/Schwarzen Community in Deutschland. Das Ausschussgespräch findet im Beisein eines Vertreters der Vereinten Nationen statt.

Die vom Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde geleitete zivilgesellschaftliche Delegation wird mit den Mitgliedern des Ausschusses die menschenrechtliche Situation von Menschen afrikanischer Abstammung sowie den politischen Handlungsrahmen der Dekade diskutieren. Dabei geht es vor allem um die Schwerpunkte Anti-Diskriminierung, Anerkennung der besonders vulnerablen Gruppen, deutscher Kolonialismus sowie Menschenrechtsbildung. Die anwesenden Organisationen vertreten die Positionen verschiedener Gruppen innerhalb der Gemeinden.

Dazu erklärt der Vorsitzende des Bundesdachverbandes Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, Moctar Kamara: „Die Bundesregierung hat in ihrem kürzlich veröffentlichten Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus in Deutschland den Rassismus gegen Schwarze Menschen anerkannt und die Weltdekade für Menschen afrikanischer Abstammung als wichtigen Anlass genommen, um rassistische Diskriminierung entgegenzuwirken. Es sollen jetzt konkrete und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Form von Rassismus in Absprache mit Selbstorganisationen von Menschen mit afrikanischer Herkunft folgen; dazu gehören auch Finanzmittel. Das heutige Ausschussgespräch ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.“
Die Dekade wurde 7. Juni 2016 wurde in Deutschland im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend offiziell eröffnet. Gastgeber waren die Antidiskriminierungsstelle des Bundes sowie der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde. Sie verfolgt das Ziel, Rassismus und rassistische Diskriminierung zu bekämpfen und den gesellschaftlichen Beitrag von Menschen afrikanischer Abstammung anzuerkennen.

Pressemitteilung: UN Experten untersuchen Rassismus gegen Menschen Afrikanischer Herkunft in Deutschland

Vom 20.02.2017 bis 27.02.2017 werden sich UN Experten in Deutschland aufhalten, um die Menschenrechtslage von Menschen afrikanischer Herkunft zu untersuchen. Diese Delegation von unabhängigen UN Experten – bestehend aus Hr. Ricardo A. Sunga III ( Philippinen ), Hr. Michal Balcerzak (Polen), Fr. Mireille Fanon Mendes-France (Frankreich), Hr. Sabelo Gumedze (Südafrika) und Hr. Ahmed Reid (Jamaika) – werden sich sowohl mit Vertretern der Bundesregierung, Länder und Städte als auch mit Mitgliedern der afrikanischen Community in Deutschland treffen. Folgende Städten stehen auf der Agenda der Delegation: Berlin, Dessau, Dresden, Frankfurt, Köln, Wiesbaden, Düsseldorf und Hamburg.
Neben dem Treffen mit Experten der afrikanischen Community werden Town Hall in vielen Städten organisiert, um soviel Menschen afrikanischer Herkunft wie möglich die Gelegenheit zu geben über ihre Situation in Deutschland zu berichten.
Zu dem Besuch der UN Menschrechtsdelegation erklärte Moctar Kamara, Vorsitzender des Zentralrates der afrikanischen Gemeinde in Deutschland: „Wir freuen uns sehr, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Experten der UNO extra nach Deutschland kommen, um sich über die Situation von Menschen afrikanischer Abstammung, die in Deutschland stark unter Rassismus und verschiedenen Formen von Diskriminierung leiden, zu informieren.“
Hintergrund des Besuches sind zahlreiche Berichte über Rassismus und Diskriminierung, mit denen Menschen afrikanischer Herkunft/Schwarze Menschen in Deutschland konfrontiert sind. Im Rahmen der von der UN Vollversammlung mit der Resolution 68/237 vom 23. Dezember 2013 unter dem Motto „Menschen afrikanischer Abstammung: Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung“ verkündeten Internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung (2015 -2024) haben sich alle Staaten verpflichtet jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung gegen Menschen afrikanischer Abstammung zu beseitigen, ihre Rechte zu gewähren und ihre Inklusion in der Gesellschaft zu fördern. Dazu erklärte Hr. Ricardo Sunga, Leiter der UN Expertendelegation, zum Ziel des Besuchs: „Wir werden Informationen über alle Formen des Rassismus, Rassendiskriminierung, Xenophobie, und Afrophobie sammeln, um die gesamte Menschenrechtssituation von Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland einzuschätzen.“*
Zum Abschluss des Besuchs sind Pressekonferenzen sowohl von der Expertendelegation als auch von der Steuerungsgruppe für die internationale Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland geplant.

Townhall Meeting mit den UN Expertinnengruppe in Berlin – Fact finding misssion 25.02.2017