Offener Brief: über die Wiederbelebung rassistischer Praxen durch die Sendung „Verstehen Sie Spaß“

Briefkopf des ZAGDs

Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.

An Frau Prof. Dr. Karola WilleVorsitzende der ARDIntendantin des MDR,
und alle Gremien der ARDBetreff: Offener Brief: über die Wiederbelebung rassistischer Praxen durch die Sendung „Verstehen Sie Spaß“ 29.10.2016 am kommenden Samstag.

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Karola Wille;
Sehr geehrte Damen und Herren;

wir sind sehr besorgt über die Wiederbelebung rassistischer Praxen durch die Sendung „Verstehen Sie Spaß“, die am kommenden Samstag, 29.10.2016 bei der ARD zu sehen wird. Unter der Deckmantel von Kunstfreiheit werden rassistischen Praxen aus der Zeit der Versklavung von Afrikaner/innen/Schwarzen Menschen und den damit verbundenen facing von den . Wie Sie wissen, wurde die Praxis von BlackRassismus salonfähig gemachtHalter/innen von versklavten Menschen als Instrument zur Demütigung von versklavten Afrikaner/innen /Schwarzen Menschen genutzt. Warum müssen Schwarze Menschen in den Künstlerischen Darstellungen von weißen Menschen immer nach den rassistischen Mustern der kolonialrassistischen Zeiten dargestellt werden? In der o.g. Sendung werden wieder Afrikaner/innen / Schwarze Menschen mit dicken Lippen und mit grob geschminkten Gesichtern dargestellt. Soll ihrer Meinung nach, in der Öffentlichkeit dieses rassistische Bild von Schwarzen Menschen weiterhin gepflegt werden? Uns geht es nicht nur um die Einstellung von Schwarzen Künstler/innen bei Rollen für Schwarze Menschen, was auch berechtigt ist, sondern um das Reproduzieren von rassistischen Denkmustern und rassistische Darstellungen. Die Stadt Potsdam hat letztes Jahr solche Darstellungen von Afrikaner/innen / Schwarzen Menschen, wie es beim ‚Schwart Piet“ geschah, jegliche FinanzielleUnterstützung verweigert. Auch wenn die Veranstalter/innen sich einer der „langen Tradition“ dieses Praxis berufen haben, hat die Stadt Potsdam diese rassistische Praxis nicht zuletzt unter Berufung auf das Toleranzedikt verbannt.

Die Bundesrepublik Deutschland ist an der UNO Erklärung und Aktionsplan von Durban (DDPA), die aus der Weltkonferenz gegen Rassismus von 2001 hervorgingen, gebunden und hat sich zur Bekämpfung von Rassismus verpflichtet. Um den Rassismus gegen Afrikaner/innen / Schwarze Menschen noch effizienter zu bekämpfen, hat die UNO Vollversammlung die Jahren 2015 bis 2024 zur Internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung erklärt (Resolution 68/237 vom 23. Dezember 2013). Unter dem Motto „Menschen afrikanischer Abstammung: Gerechtigkeit, Anerkennung und Entwicklung“ sind alle Staaten verpflichtet, die durch Versklavung von Schwarzen Menschen und Kolonialismus verursachten Rassismus zu beseitigen.

Die Medien spielen dabei eine wesentliche Rolle. „Vorurteile abbauen, Vertrauen schaffen und die Vorteile einer vielfältigen Gesellschaft vermitteln“ sind nach den ARD-Bericht 2013-2014 und Leitlinien 2015-2016 die Grundlage für die Programmgestaltung (S. 40). Als Bürger und Bürgerinnen dieses Landes und Zahler von Rundfunkgebühren erwarten wir als Menschen afrikanischer Abstammung, dass rassistische Vorstellungen in den Medien, besonders in den öffentlichen Medienanstalten keinen Rückhalt finden. Rassismus gegen Afrikaner/innen / Schwarze Menschen soll keinen fruchtbaren Nährboden in diesen Medien finden.Wir hoffen, dass Sie die geeigneten Maßnahmen treffen werden, um Sendungen mit rassistischen Inhalten in den öffentlichen Rechtlichen, wie Blackfacing in der Sendung „verstehen Sie Spaß“ von, zu verbieten.

29.10.16 Moctar Kamara Marianne Ballé Moudoumbou Vorsitzender. Stellvertretende Vorsitzende
Tel. +49 152 17252968. +49 176 25 7426 5

Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft.

Hamidou Bouba, Stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates der afrikanischen Gemeinde mit der integrationsbeauftragten der Bundesregierung und Gökay Sofuoglu, Bundesvorsitzender der türkischen Gemeinde in Deutschland.

Image may contain: 3 people, people smiling
Ein wichtiges Thema bei dem integrationspolitischen Dialog mit Ministerin Aydan Özoğuz: „Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft.“
Es wurde ein Impulspapier vorgestellt und diskutiert, was inzwischen ca. 50 bundesweite Migrantenorganisationen unterschrieben haben. Das Papier wird unter anderem beim 9. Integrationsgipfel mit der Bundeskanzlerin im November diesen Jahres vorgestellt. Wichtig ist, dass so viele Migrantenorganisationen trotz ihrer Unterschiedlichkeiten nun doch eine gemeinsame Sprache sprechen.

I.Transnational Ovaherero and Nama Congress in Berin 2016

14.10.2016
I.Transnational Ovaherero and Nama Congress in Berln

Transnational Herero and Nama Congress, 14-16 October, BERLIN. A most impressive gathering, solid exchanges and strong resolutions (to be released soon, watch out) in a spirit of solidarity, under the guidance and protection of our ancestors and a vivifying pinch of humour and joy. „Apologies, recognition of the genocide and reparations now.“ But see for yourself: